Abschied vom Grün

Wie berichtet, will die Degewo über die gesamte Breite der Wuhlestr. 2-8 einen Achtgeschosser mit 142 Wohnungen hochziehen. Auf der Strecke bleibt das Grün, das erst vor ein paar Jahren mit Steuermitteln angepflanzt wurde, und vermutlich die Lebensqualität der Anwohner. Notwendige Kindergärten, Schulen und Parkplätze sind nämlich aktuell nicht vorgesehen.

Abschiedsfeier am 5.7.2018
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Am 5.6.2018 nahmen Anwohner in einer Trauerfeier Abschied vom Grün an der Wuhlestr. 2-8. Mit einem Marsch über den Hof bekräftigten die Anwesenden (einige hatten sich sogar schwarz gekleidet) ihren Protest gegen das Bauvorhaben.

 

 

 

 

Kranz der Abschiedsfeier am 5.7.2018
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Dazu versahen die Teilnehmer Bäume mit Trauerflor und legten einen Kranz mit Schleife („In stiller Trauer – Die Anwohner“) nieder. Ein „Stein des Anstoßes“ sollte die (vorzeitige) Grundsteinlegung symbolisieren.

 

 

 

 

 

Wiese mit Absperrband
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Mit einem Absperrband wurde ein kleiner Teil der vorgesehenen Baufläche gekennzeichnet. Auch an den folgenden Tagen blieben immer wieder Passanten und Anwohner stehen, um sich das Ganze aus der Nähe zu betrachten.

 

 

 

Abschiedsfeier am 5.7.2018
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Während der Abschiedsfeier mit Bratwürsten, Salat, Käsekuchen, Snacks und Getränken kamen zahlreiche Gespräche zustande. Die Bürgerinitiative Cecilienviertel berichtete von ihren bisherigen Aktivitäten und stellte weitere Ideen zur Diskussion.

 

 

 

 

Kranz am Baum
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Ziemlich schlecht zu sprechen waren die Anwesenden auf die Berliner Wohnungsbaupolitik. Aktueller Anlass war der Streit zwischen Bausenatorin Lompscher (Linke) und Wirtschaftssenatorin Ramona Pop (Grüne). Auf einer Teilfläche des ehemaligen Industrieareals von Knorr- Bremse in Marzahn möchte Lompscher 1.500 Wohnungen bauen lassen, während Pop das vehement ablehnt. (Inzwischen einigte man sich im Senat darauf, dass wenigstens Wohnungen für Studenten gebaut werden können.)

 

 

 

 

 

Wiese an der Wuhlestr. 2-8
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Aber es ging nicht nur um den Neubau und dessen Auswirkungen, sondern es fand ein reger Austausch über Alltagsprobleme und deren Lösungen statt. Auch Geschichten aus der Anfangszeit des Cecilienviertels fanden interessierte Zuhörer. Adressen und Telefonnummern wurden ausgetauscht, um weiter in Kontakt zu bleiben. Insgesamt wurde es ein gelungener Abend, der gerne mal wiederholt werden könnte.

 

 

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