Degewo-Treffen vom 18.6.2018

Am 18.6. trafen sich 3 Abgesandte der Bügerinitiative mit Degewo-Mitarbeitern und Herrn Weißbach vom Bauamt. Die Atmosphäre wurde von uns als ziemlich aggressiv und herablassend empfunden. In der Sache blieben Degewo und Bauamt hart und kompromisslos. Partizipation (Beteiligung der Bürger) ist anscheinend in der Praxis nicht viel wert.

Eine Zusammenfassung des Treffens

1. Es wird so gebaut, wie es geplant war (Achtgeschosser über die ganze Breite der Wuhlestr. 2-8). Keinerlei Diskussion über eine niedrigere Bebauung.
2. Der Bauantrag wird im Juni gestellt. Ab Oktober beginnen die Bauarbeiten:
Mo – Fr von 7.00 bis 20.00 Uhr, Sa von 7 – 15.00 Uhr.
3. Es gibt für uns und die Anwohner keinerlei Mitbestimmung. Das sei in den Partizipationsrichtlinien nicht vorgesehen. Es würden nur die angrenzenden Bauherren informiert, d. h. Wohnungsbaugesellschaften und natürlich das BA.
4. Das BA hat laut Aussage von Herrn Weißbach keine Umwidmungsflächen. Wenn, so werden die sogenannten Einbringungsgrundstücke des Bezirkes zum Verkehrswert hergegeben. Die degewo darf keine Marktmieten nehmen.
5. Eine Information für Anwohner ist angeblich freiwillig. Sie sollte aber nach Aussagen der degewo in die Bauordnung aufgenommen werden. Die degewo erstellt trotzdem im Juni einen Flyer für die Anwohner, um zu informieren.
6. In dem geplanten Gebäude mit 4 Aufgängen werden 142 Ein- bis Dreiraum-Wohnungen für Familien und Einzelne, vorwiegend barrierefrei, entstehen. Schätzungen der voraussichtlichen Kinderzahl hätten angeblich keinen Bedarf für neu zu errichtende Kitas bzw. Schulen ergeben.
7. Pro Wohnung sind 4 qm zusätzliche Spielplatzfläche vorgesehen. Wir dürfen mitbestimmen, wie die aussehen sollen, ebenso bei der anschließenden Grünflächengestaltung.
Die Frage, die wir uns stellen: Wo sind die Spielplätze der bisher hier schon wohnenden 1.200 Anwohner? Allein für den Neubau müsste eine Spielfläche von 568 qm hinzukommen.
8. Eine Schule ist in der Garzauer Str. vermutlich erst in der nächsten Legislaturperiode vorgesehen (Info vom Senat und BA). Zwischen Garzauer Str. und Wuhlestr. standen schon einmal 2 Schulen, von denen jetzt nur noch die Turnhallen übrig sind. Zusätzlich zur Schule soll dort auch ein neuer Sportplatz gebaut werden.
9. Die degewo darf als eigene Städtische Wohnungsbaugesellschaft nicht in Brandenburg bauen. Sie errichtet möglichst hochgeschossig in Berlin, um bestmögliche Flächennutzung (Wirtschaftlichkeit) zu betreiben. Sie untersteht direkt dem Senat und hat die Partizipationsrichtlinien zusammen mit den anderen Kommunalen Wohnungsbaugesellschaften unterschrieben.
10. Während der Bauphase gibt es kostenlose Stellplätze auf dem z. Z. kostenpflichtigen Parkplatz Blumberger Damm (46 Stück). Nach der Bauphase soll links vom Friedhof ein degewo-eigener Parkplatz entstehen.
11. Eine Arztpraxis und Gemeinschaftsflächen wird es im Achtgeschosser nicht geben. Arztpraxen werden außerdem nur von der Kassenärztlichen Vereinigung entsprechend dem demografischen Bedarf genehmigt. Die Ärzte sind in Medizinischen Gesundheitszentren (MGZ) besser aufgehoben, das ist der Trend, so die Aussage von Frau Pohle.
12. Die degewo hat unsere Wünsche betreffs Fahrrad-Garagen und Fassadenbegrünung registriert und wird darüber entscheiden.
13. Es ist nicht im Gesetz vorgesehen, eine Mietminderung während der Bauphase wegen Lärm bzw. Staub zu erhalten.
14. Nach der Bauzeit, die ca. 1 ½ Jahre dauern soll, könnte zur Begrüßung der neuen Bewohner ein Hoffest von der degewo ausgerichtet werden (nach Aussagen von Frau Miete vom degewo-Kundendienst).

Dagmar Lenz           22. 6. 2018

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